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Neueste technologische Entwicklungen bei der Infrastruktur-Instandhaltung der Bahn

Am 30.05. hatten wir die Gelegenheit, auf der 27. Internationalen Ausstellung für Fahrwegtechnik in Münster den umfangreichen Messestand und Ausstellungspark des Bahnbaumaschinen-Herstellers Plasser und Theurer GmbH unter fachkundiger Erläuterung durch Herrn Florian Polterauer  zu besichtigen.

Herr Polterauer MBA ist als Business Developement Manager Infrastructure Projects bei der Plasser und Theurer Export von Bahnbaumaschinen GmbH, Wien tätig. Des weiteren leitet er die Junge ÖVG, die Nachwuchsorganisation der Österreichischen verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft.

Die Geschichte der Firma Plasser und Theurer beginnt in den frühen 1950´er Jahren mit der ersten hydraulischen Gleisstopfmaschine, welche einen bedeutenden Schritt zur Beschleunigung und Rationalisierungim Bereich der Gleisunterhaltung darstellte und zugleich die Mitarbeiter von schwersten körperlichen Arbeiten entlastete. Die in Wien ansässige Firma ist mittlerweile Weltmarktführer für Gleisbau- und Unterhaltungsmaschinen, die Produkte werden weltweit an Bahngesellschaften und Baufirmen geliefert. Die Maschinen werden teilweise auch in anderen Ländern in Lizenz gefertigt, wobei Plasser und Theurer stets bemüht ist, die Kern-Technologie in Österreich zu behalten und damit auch den technologischen Vorsprung zu bewahren. Ein besonderes Augenmerk legt die Firma hier auf die digitale Weiterentwicklung und vor allem auf die Gestaltung der Arbeitsplätze für die Maschinenführer. Die Produktion einer Gleisbaumaschine ist, ausgehend von einer vorhandenen breiten Modellpalette in hohem Maße immer noch eine Einzelanfertigung nach Absprache mit dem Kunden. Hierbei sind vor allem die jeweiligen nationalen Arbeits-,  Immissionsschutz- und eisenbahnrechtlichen Vorschriften zu beachten. Die Gleisbaumaschine bedarf in der Regel einer Zulassung als Eisenbahnfahrzeug. So war eine für Japan bestimmte Maschine zusätzlich mit Lärmschutz-Abdeckungen des Arbeitsbereichs ausgestattet, um die an japanischen Strecken häufig dicht angrenzende Wohnbebauung zu entlasten. Zugleich muss diese Maschine in der Lage sein, sich selbsttätig wieder aufzugleisen, sie verfügt also zusätzlich über hydarulische Hebestempel.  Eine weitere Neuerung stellt eine elektrisch angetriebene, aus dem Fahrdraht versorgte Maschine dar. Zum Abschluss des Rundgangs wurde noch ein Schienenschweissgerät vorgeführt, welches mit einem Zweiwege-Lkw bewegt wird. Auf dem Messestand gab es zudem Simulatoren für die unterschiedlichen Maschinentypen,  an denen die Gleisbearbeitung von uns "geübt" werden konnte.

Den Abschluss bildete die Happy Hour am Messestand mit interessanten Gesprächen.