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ViWaS, Möglichkeiten und Maßnahmen zur Stärkung des Einzelwagenverkehrs

Am 26.04.2016 referierte Herr Prof. Dirk Bruckmann, Hochschule Rhein-Waal zum Thema ViWaS, Möglichkeiten und Maßnahmen zur Stärkung des Einzelwagenverkehrs

Dirk Bruckmann ist seit Mai 2015 Professor für Verkehrslogistik an der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort. Vorher war er für vier Jahre Leiter des Teams „Logistik und Bahngüterverkehr" am Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme der ETH Zürich. In dieser Funktion hat er im Rahmen des Projekts ViWaS unter anderem die Entwicklung einer agentenbasierten Schienengüterverkehrssimulation geleitet.

Europaweit befindet sich der Einzelwagenverkehr auf dem Rückzug. Erst kürzlich hat DB Schenker angekündigt, einen Teil seiner Bedienpunkte in Deutschland zu schließen.Selbst in der Schweiz ist angedacht, die Zahl der Bedienpunkte von derzeit noch 300 auf nur noch 50 zu reduzieren

Dennoch ist der Einzelwagenverkehr weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Europäischen Logistik. Viele Verlader sind auf einen funktionierenden Einzelwagenverkehr angewiesen.

Mit dem Forschungsprojekt ViWaS hatte sich ein Konsortium aus Bahnen, Wagenhaltern, Technologieunternehmen und Hochschulen zusammengefunden gemeinsam Innovationen zu entwickeln und zu erproben, mit denen der Einzelwagenverkehr wirtschaftlicher gestaltet werden kann. 

Der Fokus lag auf praxisnahen, kurzfristig umsetzbaren Innovationen. Dabei sollten nicht umfassende Lösungsansätze für alle Probleme des Bahngüterverkehrs gefunden werden. Vielmehr sind einzelne innovative Ideen aus dem gesamten Spektrum des Bahngüterverkehrssektors erprobt worden – vom Rollmaterial über IT-Anwendungen und Produktionsverfahren bis hin zu gänzlich neuen Geschäftsmodellen.

Der Vortrag gab einen ersten Einblick in die Erprobungsansätze, berichtete über Probleme und Erfahrungen bei den Demonstrationseinsätzen und zeigte auch nächste Schritte und weitere Ideen zur Optimierung des Einzelwagenverkehrs auf.

Als Handlungsfelder wurden die Punkte

a) Verbesserung der „Letzten Meile“
b) Modulare Technologien für Güterwagen
c) Intelligente Telematik
d) Simulation von Einzelwagenverkehren

identifiziert.

Als konkrete Beispiele für die Umsetzung nannte der Referent beispielhaft Containertragwagen mit Einlegeböden für den Rampenbeladung von Containern, stapelbare Module für Holztransporte (Timber-Cassette), sowie Hybrid-Lokomotiven und Zweiwegefahrzeuge im Rangierbetrieb.

Immerhin wäre nach dem Ergebnis der Bestandaufmahme der Einzelwagenverkehr in der Schweiz schon bei 150 km Reiseweite wettbewerbsfähig, nach Umsetzung der durch das Projekt vorgeschlagenen Maßnahmen degegen schon bei nur 60 Km.

Weiteren Ausführungen können Sie der umfangreichen Präsentation entnehmen, die Sie Sie im Download-Bereich finden..